Sonntag, 24. April 2016

[Something To Think About] Was mir wichtig ist

Vieles nervt mich, ärgert mich. Vieles würde ich nicht vermissen. Den Stress. Die Krankheit. Die Arbeit. 




Aber so vieles ist mir wichtig. So vieles würde ich vermissen. Für so vieles lohnt es sich zu leben.

Die Sonnenstrahlen.
Dieses Gefühl, wenn die Sonne auf der Haut kitzelt.
Sie langsam erwärmt.
Dieses Prickeln. Tief durchatmen. Die Luft schmeckt anders, wenn die Sonne scheint. Ist euch das schon einmal aufgefallen? 



Der Wind. 
Wie er langsam über die Haut streicht.
Ganz sanft.
Oder stürmisch.
Wild.
Fordernd.
Als würde er dich drängen, weiterzugehen. 
Warum bleibst du stehen? Warum gehst du nicht weiter?
Geh schneller? Ich habe es eilig!
Bleib stehen! Genieße es. Halte inne. Atme tief durch. 



Der Regen. 
Dieser warme Sommerregen.
Die warmen Tropfen, die auf die Haut fallen und einen zum Tanzen verführen.
Dancing in the Rain. 
Lachend. 
Keiner sieht deine Tränen.
Und vielleicht sind auch keine da. 
Die warmen, weichen Tropfen auf deiner Haut, leise prickelnd. 
Das Salz auf deiner Zunge. 
Riechst du den Regen?

Die Musik.
Die sanften Klänge.
Die hämmernden Laute. 
Die Töne, die ineinander übergehen. Melodien bilden. Harmonisch. 
Und manchmal auch unharmonisch. Sie drücken Gefühle aus.
Wut.
Liebe.
Hoffnung.
Trauer.
Hass.
Hoffnungslosigkeit.
Leere.
Wissensdurst.
Neugierde.
Zwischen all den lauten und leisen Tönen, zwischen den Texten, kannst du zwischen den Zeilen lesen? Kannst du die Bedeutung des Liedes erkennen? 
Für jeden hat dieses eine Lied einen anderen Wert. 
Eine andere Bedeutung.
Eine andere Vergangenheit.
Eine andere Gegenwart.
Und eine andere Zukunft.



Das Licht. 
Habt ihr schon einmal genau darauf geachtet, wie sich die Farben verändern, wenn sich das Licht ändern. Wie unterschiedlich alles aussieht. Wie strahlend hell, wie intensiv ein Pink aussehen kann, im strahlenden Sonnenlicht, und wie dunkel und unscheinbar im schwindenden Licht? Wie ein Grün gleichzeitig ein intensives Grasgrün und in einem anderen Licht ein eher ein dunkles Waldgrün sein kann? Türkis und Petrol? Gelb oder sogar eher Grün? Grau oder Schwarz? Orange oder Rot? Je nachdem welchen Blickwinkel und welches Licht man wählt, so unterschiedlich erscheint einem etwas. 
Die fremden Welten. 



Das eintauchen in andere Fantasien. Meine fremden Existenzen. Träumereien. Tagträume. Meine Bücher. Geschichten, die ich mir selbst ausgedacht habe. Oder Geschichten, die sich andere ausgedacht haben. Fremde Welten, in die ich eintauchen kann, die mich an fremde Orte entführen und mir neue Orte zeigen, in die ich immer wieder entfliehen kann. Die mir neue Welten, neue Menschen, neue Tiere zeigen. Immer wieder aufs Neue. Und die mir, auch wenn ich die Welt schon längst kenne und schon oft in ihr war, immer etwas neues zeigt und mir etwas neues schenkt.  



Die Menschen. Ich kann sie nicht alle benennen. Ich kenne sie nicht einmal alle persönlich. Manche bereichern mein Leben jeden Tag aufs neue, manche treffe ich jeden Tag, manche nur manchmal, manche bringen mich zum lachen, manche zum Nachdenken, mit manchen Teile ich eine Seele. Mit manchen teile ich eine ganz besondere Freundschaft. Eine, die man nur ganz selten findet. Ihr macht meine graue Welt farbig. Die Stille musikalisch. Danke. 


Und natürlich ist diese Liste längst nicht vollständig. Das ist längst nicht alles. Das sind nur die kleinsten Dinge. Die unscheinbarsten Dinge, die mir eingefallen sind, während ich hier in der Sonne saß und über morgen nachgedacht habe. Es gibt so vieles worüber ich dankbar bin. So vieles wofür es sich zu kämpfen lohnt. So vieles wofür man jeden Tag lächeln kann. Und das versuche ich. Jeden Tag aufs neue. 

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